Das Ensemble der Kreuzgang Festspiele 2026

  • Auf den Bühnen im Feuchtwanger Kreuzgang und im Nixel-Garten
  • In Reportagen

Im Sommer 2026 finden die Feuchtwanger Kreuzgangspiele zum 78. Mal statt. Seit vielen Jahrzehnten haben die Kreuzgangspiele ihren Ruf gefestigt, unterhaltsames und großes Freilichttheater auf hohem Niveau zu bieten.

Dieser Ruf wirkt weit über die Region hinaus, denn in den letzten Jahren kamen über 50.000 Gäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Feuchtwangen, um die Theaterproduktionen im einzigartigen historischen Ambiente des Kreuzgangs und im Nixel-Garten an der alten Stadtmauer zu sehen. Der Vorverkauf hat bereits im Oktober 2025 begonnen und die Kartennachfrage ist so hoch wie noch nie bei den Kreuzgangspielen. Teil dieses Erfolgs sind immer auch die Schauspielerinnen und Schauspieler, denn das Feuchtwanger Theater ist eine Spielstätte, die sich als Schauspielertheater versteht, und das die hohe Kunst der Menschen, die auf der Bühne stehen, in besonderem Maße würdigt. Deshalb wird die Antwort auf die Frage, wer in der Festspielzeit auf den Bühnen der Kreuzgangspiele zu erleben ist, stets mit großer Spannung und besonderem Interesse erwartet.

„Der große Gatsby“: Lennart Matthiesen spielt die Hauptrolle
Nach einigen Jahren, in denen Lennart Matthiesen vor allem als Regisseur bei den Kreuzgangspielen wirkte, kehrt der Schauspieler 2026 in einer großen Hauptrolle auf die Kreuzgang-Bühne zurück: Er wird die Rolle des Jay Gatsby übernehmen, jener geheimnisvolle und superreiche junge Mann, dessen Liebe zu Daisy ihm keine Ruhe lässt. Lennart Matthiesen absolvierte nach dem Abitur eine Schauspielausbildung an der Freien Schauspielschule Hamburg, die er 2014 mit besonderer Auszeichnung abschloss. Nach ersten Produktionen im Hamburger Sprechwerk spielte er 2014 im Nixel-Garten der Kreuzgangspiele die Rolle des Albert in „Werther“. Zwischen 2014 und 2025 war Lennart Matthiesen immer wieder am Hamburger Ernst Deutsch Theater engagiert und spielte dort in diversen Märchen- und Abendproduktionen – zuletzt etwa in „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Die Ärztin“ und „Das Boot“. Für das Kulturlabor Trier war er 2021 in dem Projekt „Sternenköpfe, Schlammfüße“ von Alexander Ourth als Schauspieler engagiert. Bei den Kreuzgangspielen war er 2016 als Teddy Brewster in „Arsen und Spitzenhäubchen“ und als Kapitän Hook in „Peter Pan“, 2017 im Musical „Kiss me, Kate“ und im Reformationsstück „Luther“ zu erleben. In der Jubiläumsspielzeit 2018 spielte er in „Faust“ und in „Wie im Himmel“, 2020 diverse Rollen im Corona-Sonderprogramm sowie 2021 als Parolles in „Ende gut, alles gut" und 2022 als Piccolo „Im weißen Rössl“. 2017 war Lennart Matthiesen erstmals auch als Regisseur bei den Kreuzgangspielen engagiert: Für den Nixel-Garten inszenierte er das Jugendstück „Tschick“. In der Spielzeit 2019 führte er Regie beim Kinder- und Familienstück „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“, 2020 bei „Die Zwergenparty auf der Pirateninsel“ und 2021 bei „Das Sams – Eine Woche voller Samstage“. „Pippi Langstrumpf“ 2022 und „Das Dschungelbuch“ 2023 waren unter seiner Regie sehr erfolgreich. 2023 stand er zudem sowohl beim „Jedermann“ als auch bei „Der Geizige“ selbst auf der Bühne. 2024 übernahm Lennart Matthiesen die Regie der Krimikomödie „Mord im Orientexpress“, 2025 inszenierte er „Sherlock Holmes - ein Skandal“, das jüngst mit dem „Blauen Karfunkel“ der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft ausgezeichnet worden ist. Zuletzt führte der bei „Ein seltsames Paar“ am Ernst Deutsch Theater in Hamburg Regie. Die Rolle der großen Liebe Jay Gatsbys, Daisy Buchanan, übernimmt Meike Pintaske. Ihren Ehemann Tom Buchanan spielt Mario Schnitzler. Nick Carraway wird von Joseph Reichelt verkörpert, Kirsten Schneider ist als Jordan Baker zu sehen. Damit setzen die Kreuzgangspiele auf die bewährten Künstlerinnen und Künstler, die auch in den vergangenen Jahren die Stücke im Kreuzgang maßgeblich getragen haben. Auch Ulrich Westermann darf hier natürlich nicht fehlen, der seit vielen Jahren fest zum Ensemble der Festspiele gehört. In weiteren Rollen sind zu sehen: Jaes Gärtner, Niklas Kappler, Chantale Schumacher, Juliane Krug, Michael Grötzsch und Ben Erik Schröter. Bisher im Nixel-Garten zu sehen und 2026 zum ersten Mal auf der Kreuzgang-Bühne stehen: Tikki Marie Thöne, Philipp Peters, Marié Detlefsen und Sophie Militzer.

 


„Der Diener zweier Herren“: Michael Grötzsch als Truffaldino
Als Diener, der das Unmögliche wagt, nämlich zwei Herren gleichzeitig zu dienen in der Hoffnung auf doppelten Lohn, aber vor allem auf doppelte Mahlzeiten, ist Michael Grötzsch zu sehen. Nachdem er 2025 als in sich gekehrter, durch Liebe sich wandelnder Fitzwilliam Darcy in „Stolz und Vorurteil“ überzeugte, wechselt der 2026 ins Komödienfach. Mit dem Truffaldino übernimmt er eine der bekanntesten komischen Hauptrollen in der berühmtesten Komödie Carlo Goldonis. Michael Grötzsch wurde 1988 in Dessau geboren. 2019 schloss er seine Schauspielausbildung an der Freien Schauspielschule Hamburg ab. Bereits während seiner Ausbildung spielte er bei den Kreuzgangspielen im Jugendstück „Kleider machen Leute“ im Nixel-Garten. Michael Grötzsch ist Mitglied der Hamburger Theatergruppe „Sexy Theater Menschen“, die bereits mehrfach am Ernst Deutsch Theater in Hamburg ihre Arbeit präsentieren durfte. 2021 spielte er am Boulevardtheater in Weyhe bei Bremen. Im März und April 2022 war er auf der Bühne des Altonaer Theaters im Stück „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu sehen. Ebenfalls im Altonaer Theater Hamburg ist er seit 2023 für das Musical „Backbeat – Die Beatles in Hamburg“ engagiert, mit dem er 2024/2025 durch ganz Deutschland tourte. 2022 war Michael Grötzsch auf der Bühne im Kreuzgang in Schillers „Kabale und Liebe“ sowie in „Pippi Langstrumpf“ zu sehen. 2023 stand er im „Jedermann” und in „Der Geizige” auf der Bühne. Im Sommer 2024 war er sowohl in „Der Besuch der alten Dame” als auch in „Mord im Orientexpress” zu sehen, 2025 in „Stolz und Vorurteil“ und ebenfalls in „Sherlock Holmes – ein Skandal“. Neben Michael Grötzsch werden in „Der Diener zweier Herren“ Ulrich Westermann als Pantalone, Jaes Gärtner als Beatrice, Meike Pintaske als Clarice, Kirsten Schneider als Smeraldina, Mario Schnitzler als Florindo, Joseph Reichelt als Dottore, Niklas Kappler als Silvio und Lennart Matthiesen als Wirt Brighella zu sehen sein.
Theater für die ganze Familie: Juliane Krug ist „Die kleine Hexe“
Schon als Mogli im „Dschungelbuch“ und als Ronja in „Ronja Räubertochter“ hat sich Juliane Krug in die Herzen des kleinen und großen Theaterpublikums gespielt: In diesem Sommer übernimmt die Schauspielerin wieder die Hauptrolle im großen Familienstück des Sommers: Juliane Krug ist „Die kleine Hexe“. Juliane Krug wurde 1996 in Gießen geboren. Ihre Schauspielausbildung schloss sie 2019 an der Schule für Schauspiel in Hamburg ab. Im Anschluss folgte ihr erstes Engagement an den Hamburger Kammerspielen als Rabe Socke in dem Stück „Der kleine Rabe Socke: Alles meins!“, das 2021 am Altonaer Theater wiederaufgenommen wurde. Im Sommer 2022 stand sie mit der Theaterproduktion Hoffmann-Wacker als Antonia in „Die Kaktusblüte“ bei den Auerbacher Schlossfestspielen auf der Bühne. 2023 stand sie in „Das Dschungelbuch“ unter der Regie von Lennart Matthiesen zum ersten Mal in Feuchtwangen auf der Bühne, außerdem war sie in kleineren Rollen im „Jedermann“ zu sehen. 2024 tauschte sie den Dschungel gegen einen Räuberwald: sie war als Ronja Räubertochter im gleichnamigen Kinderstück sowie als Ottilie in „Der Besuch der alten Dame“ zu sehen. 2024 war Juliane ebenso am Ohnsorg Theater in Hamburg engagiert. In „Die Weihnachtsgans Auguste“ unter der Regie von Nora Schumacher hat sie die Rolle der Greta übernommen. Im Sommer 2025 stand Juliane als Eva-Lotta Lisander in „Meisterdetektiv Kalle Blomquist” und als Charlotte Lucas in „Stolz und Vorurteil” erneut auf der Bühne im Kreuzgang, wofür sie mit dem Nachwuchspreis (gestiftet und hergestellt von RESRG Automotive) für ihre herausragende künstlerische Leistung ausgezeichnet wurde. Auch 2026 wieder an ihrer Seite ist Ben Erik Schröter. Der Schauspieler war im vergangenen Jahr als „Meisterdetektiv Kalle Blomquist“ zu sehen. Diesen Sommer spielt er den Raben Abraxas, eine Rolle, die von Groß und Klein stets besonders geliebt wird. Als Muhme Rumpumpel wird Chantale Schumacher auf der Bühne stehen. In weiteren Rollen sind die Neuzugänge im Kreuzgang zu erleben: Marié Detlefsen, Sophie Militzer, Tikki Marie Thöne und Philipp Peters. 
Neue und bekannte Schauspielende im Nixel-Garten
In den Nixel-Garten kehrt nach einer kleinen Pause die BühneBumm mit einer Produktion für kleine Kinder ab 3 Jahren zurück: „Die Prinzessin auf der Erbse“ war schon vor dem Umbau 2017 an der Stadtmauer zu sehen. Nun wird dieses Stück in neuem Gewand und mit teilweise neuer Besetzung wieder aufgeführt. Es spielen im Wechsel Judith Mauch und Katrin Sagener sowie Luna Vornehm und Tiziana Quade. Mit Anette Daugardt und Uwe Neumann stehen zwei bereits bekannte Schauspielende in der Nixel-Scheune auf der Bühne. Im vergangenen Jahr waren sie mit der Produktion „Rahel“ sehr erfolgreich. Im Sommer 2026 werden sie auf ebenjener Bühne mit einer Fassung von George Orwells „1984“ zu sehen sein. Gänzlich neu im Ensemble der Kreuzgangspiele sind die Darstellenden der Jugendproduktion „Der Sandmann“: Percy Baumann, Leonie Sylvestre und Damian Beil sind frische Absolvent/innen der Freien Schauspielschule Hamburg aus der Abschlussklasse von Festspiel-Intendant Johannes Kaetzler. Für „Der Sandmann“ wurden sie vom Regieteam Meike Pintaske und Mario Schnitzler eigens ausgewählt. 
Die Sommer-Festspielzeit beginnt am 9. Mai mit der Premiere von „Die kleine Hexe“. Bis zum 16. August 2026 stehen dann außerdem „Der große Gatsby“, „Der Diener zweier Herren“, „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Der Sandmann“ und „1984“ auf dem Spielplan der Kreuzgangspiele. Mehr Informationen, die Biografien und Fotos der Ensemblemitglieder sowie alle Termine und Karten gibt es auf www.kreuzgangspiele.de